Basiswissen über Hypnose

Hypnose hat rein gar nichts mit Zauberei, Magie oder Show zu tun! Sie ist eine komplexe Thematik mit vielen Hintergründen aus der Neurologie und der Psychologie. Der englische Arzt James Brands (1795 – 1860) prägte den Begriff „Neurypnology“, aus dem später abgekürzt der Begriff „Hypnotism“, auf deutsch „Hypnose“ entstand.

Viele Erklärungen entstanden, was Hypnose ist. Doch fast alle hatten eines gemeinsam: Sie trafen die Sache nicht richtig im Kern, den es gab fast immer ein „Ja-aber“.

  • Würde man Hypnose als Entspannungstechnik definieren, könnte man einwenden, dass Varianten der Hypnose existieren (z.B. Somnambulismus), bei denen der Klient zwar in Trance ist, aber dennoch nicht entspannt ist.
  • Würde man Hypnose als veränderten Bewusstseinszustand definieren, kann man einwenden, dass eine Hypnose von einem Klienten sehr bewusst und teilweise sogar ohne verändertes Bewusstsein erlebt werden kann- die Wirkung der Hypnose sich aber dadurch nicht verringert.
  • Würde man Hypnose als rein psychologisches Phänomen (Placebo) werten, könnte man einwenden, dass ganz klar messbar physiologische Effekte wie z.B. REM- Bewegungen, veränderter Hautleitwert oder veränderte Hirnfrequenzen nachzuweisen sind.

Hypnose ist kein einheitlicher Zustand, sondern es können mit Hilfe diverser Induktionstechniken ganz verschiedene Trance-Zustände, also sich vom Normalzustand abweichende Gehirnaktivitätszustände, erzeugt werden, welche höchst unterschiedliche Effekte mit sich bringen können.

Die wahrscheinlich beste Definition von Hypnose könnte lauten: Hypnose ist eine willentliche Einflussnahme auf die Aktivitäten des Gehirns oder des Bewusstseins und damit indirekt des Körpers und kann zu verschiedenen psychischen oder physischen Zuständen führen, die von der Normalfunktion abweichen und zu unterschiedlichen Zwecken (Therapie) genutzt werden können. Hypnose ist eine (mentale) Tätigkeit und wird von mir nicht als Zustand verstanden.